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Familiengeschichte

Interessierst Du Dich für die Geschichte Deiner Vorfahren, für Deine Ahnenreihe und Verwandtschaft in Kleinfischlingen?

Im Jahr 2004 wurde für die meisten alten Kleinfischlinger Familien in einem Buch dargestellt, wie ihre Geschichte – mindestens Abstammung und Verwandtschaft betreffend – hier im Dorf verlief. Leider konnte der Autor Kurt von Nida wegen verlorener Kirchenbücher vieles von der Zeit vor 1750 nur aus Teilungsakten rekonstruieren. Trotzdem kann das Geburtsdatum einiger „Urväter“ bis auf die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgt werden, als sich nach dem Dreißigjährigen Krieg das Dorf wieder füllte.

Herkunft der Altbevölkerung
Vor 1945 und vor den für die Heimatvertriebenen, Flüchtlingen und Evakuierten chaotischen und schmerzhaften Jahren gab es keinen nennenswerten Zuzug ins kleine Dorf, ohne dass jemand vorher einen Bezug zu Kleinfischlinger alteingesessenen Familien oder zu hiesigem Immobilienbesitz gehabt hätte. Nur nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) bevölkerte sich das Dorf mit Zuzüglern, die der Kurfürst in seine verwüstete Pfalz eingeladen hatte.

Im Rückblick lässt sich feststellen, dass nur die Namen Wolff, Dörringer, Hoffmann, Spies und Scherer die Zerstörungen und die Fluchtzeiten überlebten. Nicht wenige der heute hier lebenden Personen können sich aber immer noch auf diese Familien als Nachkommen beziehen. Dies bedeutet, wie etwa bei den Wolff-Nachkömmlingen, vielleicht seit 500 Jahren, wenigstens aber seit 400 Jahren hier ansässige Vorfahren zu haben.

Von den damaligen Neubürgern seien stellvertretend die Namen Tyri, Corbey, Borell, Oberholtzer oder Dennerle genannt, deren Nachkommen noch heute meist mit anderen Namen, aber mit mindestens 330-jähriger Familientradition hier leben.

Seit diesen Jahren des Wiederaufbaus (1650 – 1690) wurde einerseits untereinander geheiratet, andererseits mit Partnern aus den umliegenden Dörfern – streng nach Konfession getrennt. Die Protestanten verheirateten sich mit Böchingen, Rhodt, Lachen, Duttweiler, Böhl, Altdorf, Böbingen, Gommersheim, Schwegenheim, Weingarten, Oberlustadt, Niederlustadt, Westheim, Bellheim, Freisbach, Freimersheim, Niederhochstadt, Oberhochstadt, Essingen, Knöringen, Bornheim, Queichheim. Die katholischen Partner kamen aus Großfischlingen, Venningen, Kirrweiler.

Namen, die schon vor 1700 hier bekannt waren: Wolff, Dörringer, Walter, Hoffmann, Spies, Scherer, Becker, von Nida, Gießler, Hartmann, Wingerter, Maulbecker, Trauth, Borell, Tyri, Corbey, Dennerle, Göck, Stantz, Martin, Biegler, Oberholtzer.

Namen, die anschließend bis 1799 hier durch Einheirat von Männern auftauchten: Ertel, Volz, Böhler, Strauß, Wagner, Heydt, Keller, Bingel, Dieffenbach, Singler, Laubach, Keßler, Deller, Ulrich, Conrad.

Interessant ist, dass selbst nach 500 Jahren, im Jahr 2014, immer noch zwei Namensträgerinnen der „Wolff“ hier leben.

Erhalten haben sich auch noch seit etwa 1670 die „Becker“, „von Nida“, „Dennerle“ mit ihren ursprünglichen Familiennamen.

Die Nachkommen von Auswanderern (z.B. Trauth 1739 nach Amerika, von Nida 1748 nach Amerika, von Nida 1850 nach Australien usw.) tauchen immer wieder als Besucher hier im Dorf auf und erhalten Einblick in die Familien- und Häusergeschichte.

Jack Nida hat ein Werk von 1615 Seiten über die von Nida in USA geschrieben.