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Geschichtliche Kurzfassung

Durch seine Lage in der fruchtbaren und günstigen Oberrheinebene gehörte auch Kleinfischlingen zu den Plätzen früher Besiedlung.

Die steinzeitlichen Funde im Umkreis von 2 Kilometern schließen die Gemarkung von Kleinfischlingen unmöglich von Siedlungstätigkeiten der vorgeschichtlichen Ackerbauern aus. Am Ortsrand weisen zumindest frühkeltische Funde in Vorratsgruben auf eine mögliche Bevölkerung schon 500 v. Chr. hin.

Hinweise auf eine römische Villa und das angeschnittene römische Gräberfeld am östlichen Ortseingang deuten eine Kontinuität des Siedelns an, die spätestens von dem benachbarten Gräberfeld der Merowinger (Franken) des 5. bis 7. Jahrhunderts bewiesen wird.

Wie auch in den Nachbarorten tauchen die schriftlichen Urkunden erst im 8.Jahrhundert auf (772 „Fisckilingen“ genannt). Auf einen Franken namens Fiskilo kann die erste Namenssilbe zurückgedeutet werden.

Die Namensgleichheit mit Großfischlingen hat schon Jahrzehnte für die unterhaltsame Diskussion gesorgt, welcher Ort (immerhin 1 Kilometer voneinander entfernt) zuerst den Namen Fischlingen trug. 1304 wird in einer Urkunde „cleine visselingen“ geschrieben. Aber schon lange vorher gibt es für beide Siedlungen völlig verschiedene Dorfherren. Die beachtlichen Ergebnisse der neuesten archäologischen Ausgrabungen legen nahe, dass Kleinfischlingen in der Merowingerzeit ein Siedlungsplatz war und in den folgenden Jahrhunderten nicht von Großfischlingen her als Tochtersiedlung gegründet wurde. Der umgekehrte Weg scheint aber ebenfalls unwahrscheinlich.

Groß- und Kleinfischlingen gehörten zum Speyergau des Königs oder Kaisers. 1297 wird zum Beispiel Erpho von Wingarten als Dorfherr genannt. Später erhielten die Kurfürsten von der Pfalz die Dorfherrschaft, die sie in den folgenden Jahrhunderten als Lehen weitergaben oder verpfändeten bzw. selbst ausübten.

Die herrschaftlichen Besitzverhältnisse schlagen damit Kleinfischlingen seit der Reformation zur protestantischen Kurpfalz, aber das deshalb katholisch gebliebene Großfischlingen zum Bischof von Speyer.

Nach der napoleonischen Kurzherrschaft sind ab 1816 beide Orte im bayrischen Besitz bis 1945.