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Gelbfüßige Asiatische Hornisse breitet sich immer mehr aus

08. 08. 2023

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die problematische Ausbreitung der Asiatischen Hornisse macht auch vor Kleinfischlingen nicht halt. Unter dem Wetterschutz der Ortgangziegeln am FLORUM hatte sich vor Wochen eine Königin mit einem kleinen, unscheinbaren Nest angesiedelt. Als vor acht Tagen an dieser Stelle ein Nest mit halbem Fußballumfang hing, fielen dann auch Hornissen auf, die zwar etwas kleiner als die bekannten, einheimischen waren, die aber mit dem schwarzen Körper, dem orangegelben Ende und den gelben Füßen hier in der Gegend völlig fremd erschienen.

Ein solches Vorkommen der chinesischen Art ist dringend meldepflichtig bei der SGD Süd in Neustadt unter:   . Nach erfolgter Meldung an die Behörde entfernte jetzt der Biologe Andreas Presuhn aus Altrip als Mitglied der „Task Force Asiatische Hornisse“ des Landes Rheinland-Pfalz das Nest erfolgreich mitsamt der Königin.

Bekannt ist seit einigen Jahren auch in der Pfalz, dass diese Hornissenart nach dem Umzug des Volkes ihre Sekundärnester ganz hoch in Baumkronen anlegt mit einer Größe von einem Meter und mehr. Beim Meldeportal Artenfinder tauchten in Rheinland-Pfalz im Jahr 2022 etwa 200 Nester auf.

Derzeit werden allein im Gebiet des Biologen Presuhn wöchentlich 5 Nester mit der nötigen Fachkunde entfernt. Nach dem Verschluss des Einfluglochs werden die Hornissen zuerst narkotisiert, bevor der Beauftragte das Nest mit der dichten Schutzkleidung der Imker abnimmt.

Presuhn klärte bei seinem Einsatz auf: Wenn der Mensch in der Nähe eines Nestes, ob im Schuppen oder in einer Hecke störend auftaucht, wehren die Hornissen mit sehr schmerzhaften Stichen ihres langen Stachels ab. Bei entsprechender Disposition sind meist heftige allergische Reaktionen zu befürchten. Im Jahr 2004 mit Töpferwaren aus ihrer Heimat China importiert, hat sich der Nachwuchs dieser einzigen Königin von Bordeaux aus bis nach Spanien und über ganz Frankreich, Belgien und nun auch seit etwa 10 Jahren in die Nachbarländer Saarland und Rheinland-Pfalz ohne natürliche Feinde verbreitet. Sie erbeuten andere Fluginsekten wie zum Beispiel die bestäubenden Wildbienen, können auch an Völkern der Honigbiene beträchtlichen Schaden anrichten, gehen an Vogelnestlinge und zum Beispiel zum Schrecken der spanischen Winzer und Obstbauern bei dortigen Massenvorkommen in Galizien an die süßen Früchte mit bösen Überraschungen bei der Ernte.

Bei diesen besorgniserregenden Folgen für unser Ökosystem, für Imkerei und, besonders in der Pfalz, für Wein- und Obstanbau wundert es nicht, dass wir Alle zur Beobachtung und zu Meldungen aufgefordert sind.

Text: Kurt von Nida
Bilder: Regina von Nida

Asiatische Hornisse

Brutwabe

Nest

Biologe Andreas Presuhn entfernt das Nest

 

Bild zur Meldung: Gelbfüßige Asiatische Hornisse breitet sich immer mehr aus

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