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Expedition in die Heimat - SWR Fernsehen, Sendung vom 19.7.2019

20.07.2019

Geschichten aus dem Gäu

Das Gäu ist eine Landschaft, die mittendrin liegt - mitten in der Pfalz, nah an den touristischen Hotspots von Speyer und Neustadt - doch irgendwie auch abseits. Es ist ein flaches Land jenseits der Weinstraße und des Pfälzerwaldes, eine Bach- und Wiesenlandschaft, die einen etwas sperrigen und nicht sehr bekannten Namen trägt.

 
 

Das Gäu ist der letzte Rest vom Speyergau. Um das Gäu zu verstehen, gibt es nur einen Weg: Man muss hinfahren und Fragen stellen - viele Fragen, auf die man manchmal nur ein Schulterzucken, manchmal aber auch sehr viele Informationen bekommt. Egal, denn vor allem muss man dort Zeit verbringen, um die Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Viele der Geschichten, die wir auf unserer Expedition durch das Gäu erfahren, verraten etwas über die Landschaft und die Mentalität der Menschen, die sie geprägt haben. Zum Beispiel die Geschichte vom "Pfefferminzbähnel", das einst von Speyer nach Neustadt eine wohlriechende Monokultur durchfuhr. Oder die Geschichte eines alten Fachwerkhauses, dessen Wiederherstellung jetzt selbst zum Kunstprojekt wird.

Reiseroute

- Auszug -
 

Anna Lena Dörrs Expedition in das Gäu beginnt auf dem Flugplatz "Lilienthal" am Rand des Gäus in Lachen-Speyerdorf, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße. Der Flugplatz existiert bereits seit über 100 Jahren und ist damit eines der ältesten Flugfelder in Deutschland. Im Juli 1930 landete hier das Luftschiff "Graf Zeppelin". Die Zeppelin-Landung war damals das Ereignis in Speyerdorf. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde das Flugfeld auch militärisch genutzt.

Der Flugsportverein Neustadt, der auf dem Flugplatz "Lilienthal" beheimatet ist, nimmt regelmäßig und sehr erfolgreich an den deutschen Meisterschaften im Segelfliegen teil. Auch Anna Lena geht hier mit einem Segelflieger in die Luft und bekommt so einen ersten und weitreichenden Eindruck der Landschaft des Gäus.

..... Kurt und Regina von Nida kümmern sich um Flora, Fauna und vor allem um die Insekten, die dort leben. Der inzwischen pensionierte Apotheker Kurt von Nida hat im Gäu Flächen und Gewässer erworben, sie gepflegt und vor dem Zugriff der industriellen Landwirtschaft geschützt. Er schuf damit so etwas wie einen kleinen, privaten Nationalpark. Das Ehepaar möchte die gewachsene Landschaft des Gäus in ihrer Ursprünglichkeit erhalten, damit Insekten und Vögel weiterhin einen Raum zum Leben haben. Kurt von Nida hat in seinem Haus sogar ein kleines Museum zum Thema "Natur im Gäu" eingerichtet.

Südpfalz-Biotop-Zentrale
Niedergasse 5
67483 Kleinfischlingen
Tel.: 06347 - 4738878
www.nvs-natur-stiftung.de/aktion-suedpfalz-biotope/
www.kleinfischlingen.de

Idylle pur am Druslach-Bacherlebnisweg.

Idylle pur am Druslach-Bacherlebnisweg.

www.pfalz-info.com/das-oder-der-gaeu-pfalz/

Quelle: SWR

 

 

Foto: Anna Lena Dörr und Bernd Hackebeil auf dem Flugplatz in Lachen-Speyerdorf.