normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
 
VERANSTALTUNGEN
 

Nächste Veranstaltungen:

26.03.2017 - 13:00 Uhr
 
03.04.2017 - 13:00 Uhr
 
05.04.2017 - 14:00 Uhr
 
 
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Kleinfischlingen Attraktiv für Familien, reges Vereinsleben und ideenreiches Bürgerengagement

08.01.2017

Kleinfischlingen strebt aufwärts: Sowohl bei der Einwohnerzahl – diese hat sich vor allem aufgrund des Neubaugebiets von 2015 von 267 auf 315 zum Jahresende 2016 erhöht. Nicht nur darauf zeigte sich Ortsbürgermeisterin Regina von Nida stolz, auch auf die fünf Weingüter des kleinen Ortes und auf die aktuellen Auszeichnungen im Gault Millaut 2017 für die Weinmanufaktur Ellermann-Spiegel und das junge Weingut „Gut von Beiden“. Sie tragen den Namen Kleinfischlingen weit hinaus, freute sich die Ortschefin. Mit dazu bei trägt Kleinfischlingens Weinprinzessin Carolina Scheuch, die in ihrem Grußwort das Weinjahr 2016 und die Herausforderungen für die Winzer Revue passieren ließ und mit der Freude an ihrem Amt und ihrer Professionalität beeindruckte.


Das Kleinfischlinger Gemeinwesen funktioniert bestens, wie sich an den interessierten Gästen, darunter zahlreiche Neubürger mit ihren Familien, ablesen ließ aber auch an dem vielseitigen und ideenreichen Engagement der Einwohner. Beispielsweise in der Vorweihnachtszeit die Aufstellung von Sternen und die von verschiedenen Familien organisierten Glühweintreffs, aber auch der seit elf Jahren veranstaltete Adventsmarkt der Familie Stubenbordt zugunsten des Kinderhospizes Sterntaler in Dudenhofen. Familie Stubenbordt, die durch Freunde unterstützt wird, konnte 400 Euro an die Vertreterin des Kinderhospizes, Elke Anton, überreichen. Diese zeigte sich sehr dankbar für die regelmäßigen Spenden aus Kleinfischlingen und berichtete von der Arbeit des Hospizes. Sie warb aber auch dafür, dass Familien mit gesunden Kindern dort Urlaub machen können. Weitere 400 Euro erhielt die Paul Gillet-Realschule plus in Edenkoben.


Regina von Nida dankte allen, die sich in irgendeiner Weise in der Gemeinschaft engagieren, aber auch den Vereinen, die mit ihren Aktivitäten das Dorfleben stützen und bereichern: Den Landfrauen, die sich seit 35 Jahren unter anderem mit ihrem Adventsmarkt oder der Zierde des Osterbrunnens einbringen; Dem Tennisclub, der sein 30-jähriges Bestehen feierte und für Jung und Alt und Mitgliedern aus den Nachbargemeinden attraktiv ist. Von Nida gedachte dem am 1. März 2016 nach kurzer Krankheit verstorbenen TCK-Vorsitzenden Karlheinz Sonnendecker, der Gründungsmitglied war und den 26 Jahre mit großem Engagement leitete.


Mit dem Bau des Bouleplatzes und der Inbetriebnahme am 23. April beim Tennisgelände komme eine weitere Attraktivität hinzu. Die Kleinfischlinger Landfrauen beteiligen sich an dem Projekt mit der Spende einer Sitzbank, informierte von Nida. Der Bauern-und Winzerschaft dankte sie für die Premiere des Kleinfischlinger Weinfrühlings, der am 9. April eine Wiederholung findet. Auch die Feuerwehr und der dazugehörige Förderverein mit der Jugendarbeit durch Marius Schmoll und Stefan Lutz leisten sehr gute Arbeit, lobte von Nida. Sie freute sich, dass in diesem Jahr eine Bambinigruppe unter der Leitung von Sabine Hennig gegründet werden soll. Auch den Evangelischen Singkreis unter der Leitung von Luise Becker, der am 29. Januar mit einem Konzert im Gottesdienst sein 15-jähriges Bestehen feiert und Gottesdienste sowie Veranstaltungen der Gemeinde bereichert, bedachte von Nida mit einem großen Dankeschön. Mit der Krönung von Weinprinzessin Carolina Scheuch, dem Weinfrühling und der Storchenkerwe habe sich Kleinfischlingen von seiner besten Seite gezeigt, lobte die Ortsbürgermeisterin mit einem großen Dankeschön an alle Teilnehmer und Helfer. Mit einer „Storchenkerwe-Erinnerungskiste“ dankte sie Traudel und Heinz Medart für ihren jahrzehntelangen Einsatz bei der Storchenkerwe.
Sie freute sich auch über die gute Nachbarschaft der Ortsgemeinden, die sichtbar wurde durch die Anwesenheit der Ortsbürgermeister von Freimersheim, Großfischlingen und Gommersheim – Daniel Salm, Manuel Spiegel und Lothar Anton. Das Konzert des Gesangvereins „Frohsinn“ Großfischlingen am 10. Dezember in Kleinfischlingen habe die Verbundenheit beider Gemeinden deutlich gemacht. Der kurzfristige Einsatz einiger Freiwilliger habe die Bewirtung im Schulhof möglich gemacht, bei der 263 Euro für den Spielplatz zusammen kamen, freute sie sich. Mit Freimersheim verbinde Kleinfischlingen traditionell die kirchliche Zusammenarbeit, die Tennis-Spielgemeinschaften, die gegenseitige Unterstützung bei den Kerweumzügen und der Freimersheimer Kindergarten, den derzeit 12 Kleinfischlinger Kinder besuchen. Was von Nida, sichtlich stolz auf die große Kinderzahl im Ort, verkündete.


Auch in diesem Jahr dürfen sich alle auf die Storchenkerwe freuen. Die Programmpunkte werden durch eine Fotoausstellung im Florum zum Thema „Storch“ mit Fritz Thomas aus Neustadt bereichert, informierte die Ortschefin und lud zu einem weiteren Höhepunkt ins Florum ein: am 15. Oktober findet im Archäologischen Museum der Gemeinde die Sonderausstellung“ Ein Kelte in Kleinfischlingen“ statt mit einem Referat der Archäologin und Grabungsleiterin  Dr. Andrea Zeeb-Lanz. Das Parkraumkonzert der Gemeinde, dessen Einführung im letzten Jahr zu Unmut in der Bevölkerung führte, sei überarbeitet worden, vieles könne jedoch witterungsbedingt jetzt erst umgesetzt werden. In Angriff genommen wurde schon die Installation zweier Poller gegenüber der katholischen Kirche und durchgeführte Geschwindigkeitsmessungen des Landesbetriebs Mobilität. Dieser werde im Frühjahr weitere Messungen durchführen, kündigte von Nida an. Das neu angeschaffte Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde soll spätestens Anfang Februar installiert und an verschiedenen Stellen eingesetzt werden. Außerdem laufe ein Antrag auf eine Begrenzung von 30 Stundenkilometern in der Hauptstraße. Tragbare Kompromisse und verträgliche Lösungen sollen gefunden werden, versprach die Ortsbürgermeisterin. Auch die Kaltenbach-Brücke werde wieder schnellstmöglich wieder hergestellt.


Von Nida dankte dem Beigeordneten Wolfgang Reinmuth und dem Gemeinderat für die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit und den beiden „guten Geistern“ Samsuk Medart und Heiko Huck. Ein großes Dankeschön ging auch an Ratsmitglied Andres Kuhlbusch, der seit Jahren regelmäßig für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelt und 2016 gemeinsam mit Alexander Bergström das Rekordergebnis von 518 Euro erzielen konnte.


Für die Verbandsgemeinde Edenkoben brachte Beigeordneter Daniel Salm Neujahrsgrüße und –wüsche. In seinem Grußwort fokussierte er den Begriff „Heimat“ und forderte dazu auf, sich trotz aller Entwicklungen nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin alles dafür zu tun, um wie bisher weiterleben zu können.
Pfarrer Hermann-Josef Macziol, Kooperator der Pfarrei Maria, Mutter der Kirche verband seinen Antrittsbesuch mit den Grußworten, auch für Pfarrer Peter Nirmaier und die Gemeindereferenten Silke Kessler und Clemens Kiefer. Er rief dazu auf, beherzt gemeinsam Aufgaben anzugehen und Wege ausfindig zu machen, die in Zukunft führen. Pfarrerin Elke Wedler-Krüger ließ Grüße bestellen, war aber krankheitsbedingt verhindert. Auch die Sternsinger unter der Leitung von Iris Kiefer überbrachten in ökumenischer Eintracht ihre Segenswünsche. Die Besucher des Neujahrsempfangs durften sich über ein vielseitiges musikalisches Programm freuen: mit Daniel Bornschein am Klavier brachte ein wahrer Virtuose Beethoven und Chopin zu Gehör. Auch Axel Werner begeisterte die Zuhörer mit bekannten Melodien auf der Trompete. Der Gesangspart wurde von den Sängerinnen des Evangelischen Singkreises übernommen, die vier Lieder darbrachten. Traudel Medart grüßte mit einem Neujahrsgedicht.


Der Wein wurde von den Weingütern Winfried Becker, Ellermann-Spiegel, Thomas Geißert, Karl Kammermann und Gut von Beiden ausgeschenkt und gespendet.

Text: Heike Dernberger
Bilder: Kuno Müller

 

Fotoserien zu der Meldung


Neujahresempfang 2017 (06.02.2017)