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Kleinstes Dorf der Verbandsgemeinde mit großem Engagement der Einwohner

Kleinfischlingen, den 01.01.2016

Neujahrsempfang in Kleinfischlingen mit rund 100 Besuchern – einem Drittel der Bevölkerung! Der kleinste Ort der Verbandsgemeinde Edenkoben beeindruckte wieder einmal durch das besonders hohe freiwillige Engagement, das durch die sichtlich stolze Ortsbürgermeisterin Regina von Nida gewürdigt wurde.

 

Diese freute sich, dass der Ort von 279 auf 292 Einwohner mit Hauptwohnsitz im vergangenen Jahr gewachsen war und mit den 18 Nebenwohnsitzen die 300er-Marke überschritten werden konnte. Unter den Besuchern hatten sich auch zahlreiche „neufränkische Siedler“ aus dem aktuellen Neubaugebiet eingefunden, die schon jetzt eine gute Nachbarschaft pflegen und sich sichtlich wohlfühlen. Elf Kinder - soviel wie noch nie - besuchen die Freimersheimer Kindertagesstätte: „Sie sind unsere Zukunft und geben dem Dorf Lebendigkeit“, freute sich die Ortschefin.

 

Sie dankte allen, die sich im vergangenen Jahr für den Ort und seine Bewohner unermüdlich einsetzten sowie den Vereinen, den Hofbetreibern bei der Storchenkerwe, den Weinbau- und Gewerbebetrieben sowie den „guten Geistern der Gemeinde“ Heiko Huck und Somsuk Medart. Von Nida lobte besonders auch die bei der Feuerwehr und beim Tennisclub gelebte Jugendarbeit. Durch die immer konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeinderat werde sie in ihrer Arbeit bestens unterstützt, lobte die Ortsbürgermeisterin. Ihr Dank galt auch Ratsmitglied Andreas Kuhlbusch, der für die Kriegsgräberfürsorge 486 Euro sammelte.

 

Verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen prägten das Leben im Dorf: Der Sechseckturm auf dem Spielplatz wurde durch engagierte Eltern aufgestellt und dadurch viel Geld gespart, so dass noch ein weiteres Spielgerät angeschafft werden kann – vielleicht eine Seilbahn – versprach von Nida. Großes Lob, sogar aus den USA, erhielt der Internetauftritt der Gemeinde für den sich Ratsmitglied Kuno Müller intensiv einsetzte. Ihr Dank galt auch Harald und Ursula Ellermann, die 18 Jahre lang ihren Hof zur Storchenkerwe öffneten, der ein großer Anziehungspunkt war.

 

Die geretteten vier Storchenjungen, deren Mutter tot aufgefunden worden war, wurden im Storchenzentrum Bornheim aufgezogen und in Anwesenheit von vier Storchenpaten beringt. Zum Dank für das Engagement haben die Kleinfischlinger Bürger am 13. März freien Eintritt im Storchenzentrum, verkündete von Nida.

 

Ein besonderes Angebot der Gemeinde ist das im Oktober eröffnete Geschichtsmuseum  mit der Dauerausstellung Merwowinger/Kleinfischlinger sowie der Orts- Familien- und Häusergeschichte im Florum, das mit der weiteren Ausstellung „Modenbach Exkurs“, sowie Arzneipflanzen aus aller Welt und Botanik auf 1400 Quadratmetern Gartenfläche mit 130 mediterranen und 120 pfälzischen Pflanzenarten viele Interessen bedient. Die kostenlos zu besichtigenden Ausstellungen sind immer sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet und werden noch durch naturkundliche Vorträge, Poesie und Zauberei bereichert.

 

Bürgerschaftliches Engagement zeigte sich auch bei der Herstellung des Osterbrunnens und dem zum 18. Mal durchgeführten Weihnachtsmarkt, beides Aktionen der Landfrauen. Außerdem bei der Fischmalaktion der Familie Stubenbordt, für die Michael Stubenbordt 160 Fische in fünf Ausführungen ausgesägt hat. Die Aktion wird in diesem Jahr wiederholt. Eine zweite Aktion der umtriebigen Familie ist der zum zehnten Mal durchgeführte private Weihnachtsmarkt, dessen Erlös immer kranken Kindern gespendet wird.

 

Ein Hingucker für Einwohner, Besucher und Autofahrer sind die von Helga und Helmut Schardein hergestellten, bemalten und im Ort aufgestellten Zwergenhäuser. Zwei davon – ein grün-rot bemaltes und ein unbemaltes – suchen noch einen „Bauplatz“. Zehn bunt bemalte Fische und die beiden Zwergenhäuser im Bühnenbereich sowie dekoriertes Sandspielzeug vom Sechseckturm unterstrichen dekorativ das Engagement und die gelebte Vielfalt des Ortes.

 

Erstmals gab es auch acht Adventsfenster zu bestaunen, was Gelegenheit zu Gesprächen und Kennenlernen gab, zumal sich gerade auch Neubürger verstärkt einbrachten.

 

Gemeinsames Fahrradfahren oder Wandern ist mit der aktiven Rentnertruppe möglich, die sich jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft und sich auch im Dorf helfend einbringt.

 

Hoch erfreut zeigte sich die Ortsbürgermeisterin über den Erfolg von Philipp Müller, der als Neuling bei den Weinmachern aus dem Stand den sechsten Platz beim Weinwettbewerb „Die junge Südpfalz – da wächst was nach“ erreichte und damit nach Frank Spiegel in die Elite der Winzer eingezogen ist. Ein Aushängeschild für Kleinfischlingen, so von Nida.

 

Vielfältige Termine prägen auch 2016:

Die Fertigstellung des schnellen Internets für den 29. Februar vorgesehen. Außerdem soll ein halbes Jahr lang eine Versuchsphase zum Parken in der Hauptstraße laufen. In einer Einwohnerversammlung sollen dann die Ergebnisse diskutiert werden. Geplant ist auch, einen Bouleplatz zu errichten.

 

Am 6. Februar findet in der Weinstube Geißert eine Kappensitzung statt. Am 6. März lädt die Gemeinde zum traditionellen Seniorennachmittag ein. Der Tennisclub Kleinfischlingen feiert im Sommer sein 30-jähriges Bestehen.

 

In einer eigenen Veranstaltung der Gemeinde soll noch im Frühjahr die bisherige Kleinfischlinger Weinprinzessin Julia Ellermann, nach fünf Jahren im Dienst der Kleinfischlinger Winzer und Gemeinde, verabschiedet und die neue Weinprinzessin Carolina Scheuch gekrönt werden, verkündete die Ortschefin.

 

Von Nida dankte den Weingütern Becker, Geißert, Gut von Beiden, Ellermann-Spiegel und Kammermann für die Weinspende zum Neujahrsempfang.

 

Als Vertreterin der Verbandsgemeinde Edenkoben überbrachte die Beigeordnete Sigrid Schwedhelm-Schreiner die Neujahrsgrüße der Bürgerschaft. Den Segen zum neuen Jahr erteilten Pfarrerin Elke Wedler-Krüger und Pfarrer Dariusz Stankiewicz sowie die Kleinfischlinger Sternsinger.

 

Für die musikalische Umrahmung sorgte der Ev. Singkreis unter der Leitung von Luise Becker sowie Daniel Bornschein am Klavier. Ein Gedicht von Traudel Medart und die von Altbürgermeister Helmut Buchert gezeigten Zaubertricks für Jung und Alt rundeten das Programm ab. (dnb)

 

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Kleinstes Dorf der Verbandsgemeinde mit großem Engagement der Einwohner (01.01.2016)