Queichtal-Challenge

Kleinfischlingen, den 18.​09.​2025

Erschöpft, aber glücklich wirkten die jungen Teilnehmenden der sechsten Queichtal Challenge am Samstagabend, 13. September, bei der Überreichung der Teilnahmeurkunden auf dem Gelände des THW in Landau-Mörlheim. Sie hatten an dem Tag insgesamt zehn Stationen entlang der Queich – von Landau bis nach Germersheim – gemeistert.

Mit dabei waren auch die Jugendfeuerwehr Haardtrand/Gleisweiler, die Jugend- und Bambinifeuerwehr Fischlingen mit zwei Mannschaften und die Jugendfeuerwehr aus Gommersheim. Ebenfalls am Start war eine Gruppe der Jugendfeuerwehren der polnischen Stadt Oświęcim (früher Auschwitz), die über das verlängerte Wochenende im Rahmen eines Austauschs in der Südpfalz zu Gast war.

Pünktlich um 9 Uhr ging es los. Rund 350 Kinder und Jugendliche verschiedener Jugendfeuerwehren, den Bambini- beziehungsweise Mini- oder Kinder-Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Jugendrotkreuz (JRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) plus 100 Betreuerinnen und Betreuer an den Stationen und hinter den Kulissen waren im Einsatz. Natürlich gab es auch wieder ein VIP-Team, bestehend aus sieben Erwachsenen, die mindestens ebenso viel Spaß hatten wie die Kinder und Jugendlichen.

Eberhard Frankmann. Erster Beigeordneter und Brandschutzdezernent: „Es ist nicht zu übersehen, dass es unseren kleinen Feuerwehrleuten riesen Spaß gemacht hat, bei der diesjährigen Queichtalchallange dabei gewesen zu sein. Alle, die bei diesem Event vor Ort waren, haben das Leuchten in den Augen der Kinder und Jugendlichen wahrgenommen, die mit Freude und Begeisterung bei der Sache waren. Dieses Event zu planen, auf die Beine zu stellen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen war und ist eine Mammutaufgabe die allen Respekt und Anerkennung verdient. Ein herzliches Dankeschön den Betreuerinnen und Betreuern unserer Jugend- und Bambinifeuerwehren, die unseren Kids die Möglichkeit eröffnet haben, diesen tollen und spannenden Tag zu erleben, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Kinder und Jugendlichen bereits jetzt der Queichtalchallange im nächsten Jahr entgegenfiebern.“

Die Stationen

Bereitgestellt wurden die Stationen neben dem THW Landau von der Bundespolizei, dem Kreisverbindungskommando Südliche Weinstraße der Bundeswehr, den Jugendfeuerwehren Albersweiler, Bellheim, Germersheim und Offenbach, dem DRK Billigheim, der DRK-Wasserwacht und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Landau. Neben lustigen Wasserspielen und einer Erste-Hilfe-Station gab es unter anderem auch Geschicklichkeitsspiele und die Übung einer Menschenrettung in, über und an der Queich.

Nichts für schwache Nerven war etwa die Station der Bundeswehr in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim: Dort galt es, gemeinsam einen Parcours zu überwinden – und zwar im Dunkeln. Die Anführerin oder der Anführer einer Gruppe lotste die anderen mit Hilfe eines Nachtsichtgeräts durch das Labyrinth, das auch Soldatinnen und Soldaten für ihre Übungen nutzen.

Kraft, Ausdauer und Zielgenauigkeit waren am Schwanenweiher in Germersheim sowie beim Teilungswehr bei Ottersheim gefragt: Dort galt es, einen Eimer mit Wasser aus dem Weiher beziehungsweise der Queich zu füllen und ihn schnellstmöglich zur einige Meter entfernten Schlauchpumpe zu schaffen. Während ein Teammitglied das Wasser in den Schlauch pumpte, richtete ein anderes diesen auf das Ziel – ein kleines Loch auf einer Wand mit der Abbildung eines brennenden Hauses.

Die Bundespolizei hatte einen Hindernisparcours in der Germersheimer Innenstadt aufgebaut, den es mit Körperschutzausstattung zu bewältigen galt. Gar nicht so einfach, insbesondere für die Kindergruppen der Blaulichtorganisationen, denn die Ausrüstung mit Helm und Schutzweste wog alles in allem rund sieben Kilogramm.

Natürlich war auch für die Sicherheit entlang der Strecke gesorgt. Die Sondereinsatzgruppe (SEG) des DRK aus Billigheim übernahm den Sanitätsdienst. Die DRK Wasserwacht SÜW unterstützte mit Strömungsrettern die Sicherheit unter anderem an der Kanustation bei Offenbach. Dort war im Übrigen die Gefahr mit am Größten, nass zu werden. Denn ein Mitglied der Wasserwacht machte sich einen Spaß daraus, sich meist genau dann ins Wasser fallen zu lassen, wenn ein vollbesetztes Kanu vorbeipaddelte.

Nass wurde beim DLRG-Heim in Landau immer nur eine Person: ein DLRG-Mitglied, das auf einem Podest über einem Wasserbecken saß und regelmäßig ins Wasser plumpste, wenn eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer mit einem Ball die mit dem Podest verbundene Zielscheibe getroffen hatte.

Unterstützt wurde die Queichtal Challenge auch in diesem Jahr von der Stiftung der Sparkasse Südpfalz mit einer Spende von 1000 Euro.

Jugend und Bambinifeuerwehr Fischlingen

Mit zwei MTF der Verbandsgemeinde Edenkoben und gleich auch zwei Mannschaften nahm die Jugend- und Bambinifeuerwehr Fischlingen teil. Die Kinder hatten einen riesigen Spaß. Ein Highlight war auch bei den Fischlingern die Station bei der Bundeswehr und der dort in Teamarbeit bewältigte Dunkelgang. Ein weiterer Höhepunkt war auch die Fahrt auf Queich mit dem Kanu.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Neben anderen Jugendfeuerwehren waren auch die Bambini-Feuerwehren dabei, ebenso wie das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Jede Organisation meisterte ihre Stationen selbstständig und im eigenen Tempo. Es war beeindruckend zu sehen, wie alle, ihre Aufgaben mit viel Engagement und Teamgeist angegangen sind. Die Gommersheimer: „Wir können es kaum erwarten, bis zur nächsten Queichtalchallenge 2027 – neue Herausforderungen, noch mehr Spaß und natürlich noch besseren Zusammenhalt.“

Text: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße und Germersheim, Jugend- und Bambinifeuerwehr Fischlingen, Bild: Jugend- und Bambinifeuerwehr Fischlingen

 

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